Rat will Pate der Traditionsschiffe werden - Aktuelles
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11.05.2021

Rat will Pate der Traditionsschiffe werden

Innen- und Umweltausschuss bekennt sich einstimmig zu den schwimmenden Botschaftern Kiels

Kiel. Gute Nachricht für Traditionsschiffe in Kiel: Die Ratsversammlung bekennt sich zu Patenschaften mit der „Kieler Hansekogge“, dem Traditionssegler „Zuversicht“, dem Kutter „Seestern“ sowie dem historischen Salonmotorschiff „Stadt Kiel“. Vorbild ist die Patenschaft mit dem Traditionssegler „Thor Heyerdahl“. Der Innen- und Umweltausschuss sowie der Jugendhilfeausschuss der Ratsversammlung haben den Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar jetzt jeweils einstimmig beauftragt, sich mit den Betreibern der Traditionsschiffe über Patenschaftsbeziehungen zu verständigen und einen Beschluss der Ratsversammlung vorzubereiten.

Anlass für den zunächst symbolischen Akt war ein Notruf von der in finanzielle Schieflage geratenen „Zuversicht“ gewesen. Auch die anderen Traditionsschiffe sind in der Saison 2020 ohne Einnahmen geblieben. Wegen Corona konnten sie keine Ausfahrten anbieten. Die Stadt hatte die Traditionsschiffe deshalb auf Beschluss der Ratsversammlung bereits für 2020 und 2021 von den Liegeplatzgebühren im Heimathafen Kiel befreit.

Der Heimathafen Kiel ist eine der drei Voraussetzungen für Patenschaften der Ratsversammlung. Außerdem müssen die Schiffe ehrenamtlich betrieben werden und Seefahrtgeschichte verkörpern. Zu den vier Traditionsschiffen können in Zukunft weitere hinzukommen, soweit sie diese Bedingungen erfüllen.

Die Notlage der Traditionsschiffe hatte im Rat zuerst den SSW auf den Plan gerufen. Seinem Vorstoß für Patenschaften hatten sich die Kooperationsfraktionen SPD, Grüne und FDP angeschlossen. Während der Sitzung des Innen- und Umweltausschusses zogen die Fraktionen von CDU, „Fraktion“ und Linken nach. Zuvor hatten sich die Betreiber aller vier Traditionsschiffe im Ausschuss vorgestellt.

Mit einem weiteren einstimmigen Beschluss hat der Innen- und Umweltausschuss die Stadtverwaltung beauftragt, ein Netzwerktreffen mit den verantwortlichen Akteuren aus der Traditionsschiffsszene zu veranstalten. In dem Netzwerk sollen die alltäglichen technischen und organisatorischen Probleme sowohl an den Liegeplätzen als auch auf weiteren Hafenflächen in Kiel gesammelt und beraten werden, sei es an Land, auf See oder mit der Verwaltung.



Quellenangabe: Kieler Nachrichten vom 06.05.2021, Seite 25